Schies: regierungskrieg gegen die natur und das volk. Heiße phase

14.10.2019, 16:58
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Schies: regierungskrieg gegen die natur und das volk. Heiße phase

Die Regierung der Degenerierten zerstört die Erde gleichwie ein verrückter Selbstmörder. Es scheint, dass niemand ihrer Macht widerstehen kann. Aber...

Im Gebiet Archangelsk, an der Bahnstation Schies, begann ein Volksaufstand. Hier inmitten der nördlichen Wäldern, in den Sümpfen, hat sich die Müllmafia zum Ziel gesetzt, die größte Mülldeponie für feste Haushaltsabfälle Europas mit einer Fläche von 30 km2 sowie mit einer Unterbringungsmöglichkeit von 1 Million 200 Tausend Tonnen Müll pro Jahr zu schaffen. Die Deponie wird ohne jegliche Art von Expertise und ohne öffentliche Anhörungen gebaut. Dieses Gebiet ist überflutbar, mit einem nahen Grundwasservorkommen. Es befindet sich in der Zone des Feuchteüberschusses, in der 2. und 3. Zone des Wasserschutzgebiets der Oberflächenwasserentnahme. In einer Tiefe von 35-70 Metern liegt ein unterirdischer Grundwasserdruckhorizont. Als Ergebnis der Untersuchung wurden Erdölaustritte (Benzolringe) festgestellt, die auf das mögliche Erdöl- und Gasvorkommen hinweisen. Das Gebiet war bis vor kurzem keinen technogenen Einflüssen ausgesetzt. Hier wachsen die in der Roten Liste aufgeführten gefährdeten Pflanzenarten, seltene Tiere sind hier heimisch. Aus den weiten und tiefen Sümpfen der Schies fließen Flüsse, die manchmal auf 8-9 Meter ansteigen. Über die Flüsse wird der Müll in die Nördliche Dwina und dann in die Barentssee gelangen. Eine große Region unterliegt der Gefahr, vergiftet zu werden.

Die Regierung hat nichts dagegen. Das Volk schon! Im August 2018 wurde eine Gruppe von Öko-Aktivisten „Sauberes Urdoma“ gegründet. Vorsitzende der Gruppe Swetlana Babenko und Aktivistin Anna Stepanowa traten auf dem Kongress der national-patriotischen Kräfte in Moskau auf.

https://www.youtube.com/watch?v=a6yiEkk0rZw

Deponie des Todes

https://www.youtube.com/watch?v=GxB1dUPCmOw

Monate lang wanden sich die Anwohner mit den Schreiben über die Unzulässigkeit der Deponie in den Sümpfen an alle möglichen Behörden. Es kam keine Antwort. Und dann versperrten die Menschen die Straße zur Deponie und errichteten ein Zeltlager, in dem Einheimische und Auswärtige rund um die Uhr im Rotationsprinzip im Einsatz sind. Die Zahl der Einwohner dieses Lagers erreichte 700 Personen. Die Menschen wollen ihr Land vor Vergiftungen retten. Sie wollen ihre Gesundheit und ihr Leben sowie die Gesundheit und das Leben ihrer Kinder retten.

Wenn sie diese Straße des Todes nicht weiterhin versperrt halten, werden sowohl die Natur als auch die Menschen sterben. Aber die Mülloligarchen interessiert es nicht. Sie sind an Geld interessiert, das in Russland „verdient“ und an die Côte d’Azur ausgeführt werden kann. Die Regierung der Russischen Föderation wird von Oligarchen und der Weltregierung kontrolliert, die der Russischen Föderation die Rolle der Rohstoffkolonie zugewiesen und die Orte der Deponierung bestimmt hat.

Die Menschen des russischen Nordens gaben sich aber mit dieser Rolle nicht zufrieden. Und die Regierung der Russischen Föderation begann einen Krieg gegen sie.

Auf die Verteidiger der Sümpfe wurden Polizei und privater Sicherheitsdienst, der in den südlichen Regionen rekrutiert wurde, aufgehetzt. So wollte die Regierung überleben, indem sie die Bürger des eigenen Landes gegeneinander aufbrachte. Die Verteidiger von Schies wurden aufs Übelste beleidigt. Gegen sie wurden Vorwürfe wegen Alkoholismus und Drogenabhängigkeit sowie Zusammenarbeit mit dem Außenministerium der Vereinigten Staaten, das sie angeblich sponsert, erhoben. Das übliche Trolling-Schema also.

Die russische Eisenbahngesellschaft hat das Anhalten der Züge an der Bahnstation Schies untersagt. Aber die Leute kamen trotzdem im Proteslager an, brachten Geld, Lebensmittel und blieben selbst. Die Konfrontation dauert seit mehr als einem Jahr an. Den schweren Maschinen, die sich auf der Deponie befinden, ist der Kraftstoff ausgegangen. Sie sind außer Betrieb. Die Regierung ergriff extreme Maßnahmen als sie eine Militäroperation gegen die unbewaffneten Zivilisten durchführte.

Am 15. Oktober traf in der Stadt Syktywkar der Bevollmächtigte des Präsidenten der Russischen Föderation im Föderationskreis Nordwestrussland A.W. Guzan ein. Er hielt eine Sitzung über den Bau der Deponie für den Moskauer Müll im Gebiet Archangelsk an der Bahnstation Schies ab. Die Behörden der Republik bestritten dieses Gesprächsthema, aber am selben Abend wurde der Vertreter der OOO „Technopark“, Generaldirektor O. Pankratow (Müllmann), am Flughafen Syktywkar gesehen, der in Eile die Hauptstadt der Republik verließ. 3 Tage nach der geschlossenen Sitzung hat der Minister des Innenministeriums der Republik Komi W. N. Polonikow den Posten „das Feuer“ an der Bahnstation Schies aufgesucht.

Früh am Morgen des 23. Oktobers übernahmen die Sonderpolizei OMON, Nationalgarde und die Polizei der Stadt Syktywkar die Kontrolle über alle Straßen, die nach Schies führen, und ermöglichten somit den Durchbruch der Tankwagen durch die Aktivistenposten. Die Aktivisten wurden zurückgedrängt. Die angreifenden Sicherheitskräfte haben den einzigen warmen Wohnwagen abtransportiert, in dem sich die Aktivisten warm halten konnten. Nachts fuhren drei Tankwagen mit enormer Geschwindigkeit in Richtung Deponie.

Bis zu diesem Moment vermied das Innenministerium der Republik Komi, sich offen in diese schmutzige Müllgeschichte einzumischen, doch als der Bevollmächtigte des Präsidenten eintraf, beschloss das Ministerium, sich die Hände schmutzig zu machen. Den Untergebenen wurde ein Befehl erteilt, und die Verräter ihres Landes traten sofort in Aktion, um die Moskauer Müllokkupanten zu decken.

Die heroische Siedlung Urdoma, die die Durchfahrt der Tankwagen aus dem Gebiet Archangelsk seit vielen Monaten blockiert, wurde von den Einheiten der Nationalgarde und der Sonderpolizei OMON praktisch belagert. Sie haben Strom und kabelgebundenes Internet abgeschaltet sowie Straßen blockiert. Die Kommunikation mit der Siedlung wird nur so lange bestehen, solange die Akkus der Telefone der dort befindlichen Menschen geladen bleiben. Praktisch ist dies schon eine offene Kriegserklärung an das eigene Volk.

Während dieses Sondereinsatzes wurden mehrere Rechtsverletzungen verzeichnet:

  1. Fortbewegung der Tankwagen in der Nacht, die durch die Transportordnung für gefährliche Güter verboten ist.
  2. Fortbewegung der Tankwagen auf unbefestigten munizipalen Straßen während des Verbots: Die Straßen waren gesperrt, es wurden keine Passierscheine vorgezeigt.
  3. Fortbewegung entlang der Trassen ohne Absprache mit den Gasarbeitern.
  4. Überqueren der Bahngleise unter Verstoß gegen die Verkehrsregeln.
  5. Verstoß gegen die Personenbeförderungsgesetze (es dürfen keine Personen in einem Tankwagen befördern werden, geschweige denn auf der Anhängevorrichtung).
  6. Kraftstoffablauf an einem Ort, der nicht für diesen Zweck ausgestattet ist, Lagerung von Kraft- und Schmierstoffen an einem nicht den Formvorschriften entsprechenden Ort.

Man hat den Eindruck, dass der Präsident seinen Mann geschickt hat, um sich mit den Gründen der Baueinstellung der Deponie zu befassen. Dieser hat aber im Arbeitszimmer des Leiters der Region den Leiter des Innenministeriums dazu gezwungen, die Begleitung von Tankwagen aus der Republik Komi durch die Ortschaften des Gebiets Archangelsk zu organisieren. Minister des Innenministeriums hat seine Befugnisse überschritten und einen „Sondereinsatz“ zum Schutz von Privatgütern organisiert, die für eine private Organisation bestimmt waren, d.h. staatliche Strukturen der Russischen Föderation erfüllen Aufträge von kommerziellen Strukturen (Müllmännern).

Verteidiger von Sümpfen werden in Gefängnisse geworfen und brutal geschlagen, ihnen werden Beine und Arme gebrochen und Hirnverletzungen zugeführt. 

https://vk.com/videos27475788?z=video-150226042_456243291%2Fpl_27475788_-2

Auf die Aktivistin Anna Stepanowa wurde das Jugendgericht aufgehetzt. Das Gericht droht, die Kinder der Aktivistin unter dem Vorwand wegzunehmen, dass die Mutter sie unbeaufsichtigt ließ, obwohl sich der Vater, zwei Großmütter und andere Verwandte um die Kinder kümmern.

https://vk.com/video27475788_456240977

Weniger als 100 km von Schies entfernt im Zentrum des Bezirks Wilegodskij befindet sich die Siedlung Wiled, die als Nordschweiz bezeichnet wird. Die Mitarbeiter des Touristeninformationszentrums, Aktivisten der Gruppe „Wiled“ und Mitglieder der Koalition Stop-Schies, haben eine Kündigungserklärung erhalten, sagt Tatjana Regusch.

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Die Regierung kämpft, ohne sich dabei über irgendetwas zu kümmern. Schies muss aber standhalten. Ganz Russland muss sich wie Schies aufheben: Die Zahl der Umweltkrisenherde im Land ist enorm und wächst rasant.

Es hängt von jedem Bürger Russlands ab, ob wir und unsere Kinder überleben oder ob wir unter Mülldeponien ersticken werden. Menschen der Erde müssen die unmenschlichen Oligarchen und Erdmörder sowie ihnen dienende Regierung überwältigen.

Schies braucht Hilfe. Schies braucht umgehend:

  • Informationsunterstützung,
  • Geld,
  • Menschen, die bereit sind, die Verteidigungsposten einzunehmen,
  • wir brauchen landesweite koordinierte Aktionen der Grünen und patriotischen Kräfte Russlands, um die Zahl der Sonderpolizei OMON und Nationalgarde, der Diener des Regimes ohne Verstand und Gewissen, zu übertreffen.

Überlebt Schies – überlebt Russland!

Der internationale ökologische „Hamburger Verein Eco sapiens“ schlägt vor, umgehend unter Beteiligung von Umweltschützern und Wissenschaftlern eine öffentliche Anhörungen zum Problem von Schies durchzuführen. Es ist notwendig, das Projekt der Organisation einer Deponie fester Haushaltsabfälle im Gebiet Archangelsk einer eingehenden Prüfung zu unterziehen, die Möglichkeit der Anwendung von Technologien zur Verarbeitung fester Haushaltsabfälle vor Ort zu untersuchen, alle Risiken der Auswirkungen der Deponie auf die Umwelt, das Grundwassersystem und die Flüsse zu berücksichtigen und die Gefahr einer Infektion der Barentssee auszuschließen. Erst unter diesen Bedingungen kann eine ausgewogene und fundierte Entscheidung getroffen werden. Die Umweltschützer verlangen nichts anderes.

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